Gutmensch

 
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Hallöchen!

Heute wird mein kleiner Gedankensalat von Bildern aus dem Pietzmoor in Schneverdingen begleitet. Gestern fuhren wir dort ganz spontan hin um einfach unsere Sehnsucht nach Freiheit und Natur zu stillen.

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In den letzten Tagen denke ich viel über meine Mitmenschen nach. Mit diesem Begriff grenze ich aber nicht nur meine Bekannten ein sondern es betrifft jeden den man am Tag trifft. Der Busfahrer der einen freundlich zunickt, die Kassiererin die auf ihre Kasse starrt als wäre sie ein Fenster in eine andere Welt, der Nachbarsjunge der mit seinem Roller einen knapp über den Haufen fährt.

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Jeder einzelne hat eine Geschichte. Ich erwische mich oft dabei wie ich werte und mir über fremde Personen Meinungen bilde. Obwohl mir das nicht im geringsten zusteht. Jeder tut es. An irgendeinem Punkt hat man es schonmal getan. Und stolz drauf bin ich nicht. 

Ich wäre lieber eine weltoffene Person, die einfach für jeden Menschen ein strahlendes Herz entgegenbringen kann. Und doch gibt es Situationen wo ich mich frage wofür? Dafür, dass die andere Person sich besser fühlt? Dafür, dass ich mich besser fühle? JA! Und nochmals JA! Auch wenn es mir nicht immer gelingt, so versuche ich doch immer wieder mich selbst dazu zu ermahnen. Endlich alles entspannter sehen. Aber ich glaube, dass es nicht nur um Entspannung und Offenheit geht. Ich glaube es ist auch ein großer Teil Gleichgültigkeit.

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Wieso Gleichgültigkeit? Sind wir mal ehrlich, wenn ein fremder Mensch einen mit der Schulter rammt obwohl noch 3 Meter Platz wären und man schon ausgewichen ist - könnte man explodieren! Wieso? Na weil es einfach scheiße ist! Man will doch so behandelt werden wie man selbst Andere behandelt, aber Heinz-Dieter vom Is-mir-egal-Damm interessiert das nicht die Bohne. Und ich denke da ist es wichtig eine gewisse Gleichgültigkeit an den Tag zu legen. Damit meine ich nicht, wie ein Panzer durch die Straßen zu laufen, sondern wenn so etwas passiert einfach tief durchatmen und weiter gehen. Ändern kann man jetzt sowieso nichts mehr. Man kann nur versuchen mit seiner eigenen Art standhaft zu bleiben und so wenigstens wissen, dass man sich selbst nichts zu Schulden kommen lassen hat.

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Ob das die Welt verändern wird? Keine Ahnung, aber oft sehe ich da sowieso keine Hoffnung. Ich weiß  nur für mich selbst ändert sich dadurch einfach viel. Ich laufe entspannter durch die Stadt ohne gestresst zu sein oder in Panik zu geraten. Manchmal muss man einfach aufhören sich über jeden Mist aufzuregen. Das pusht nur den Blutdruck und kostet Nerven.

Ich denke so kommt man vielleicht etwas angenehmer durch den Tag. Den Respekt vor Anderen sollte man aber trotzdem nie vergessen! Vielleicht gibt es irgendwann eine Zeit, in der wirklich alle Menschen auf einander Acht geben und sich mit Respekt behandeln. Egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung. 

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Ich wünsche euch allen nun einen guten Start in diese neue Woche! Bleibt sozial und lasst euch da draußen nicht ärgern!

Bis Bald

Angi

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